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Lesen für alle – Das freie Wort
Wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur Demokratiebildung und kulturellen Teilhabe.
„Lesen für alle – Das freie Wort“ richtet sich gezielt an Jugendliche der Jahrgangsstufe 8 bis 11.
Das Projekt schafft Räume, in denen Literatur zum Ausgangspunkt für Dialog, Kreativität und demokratisches Lernen wird
Die Jugendjahre zwischen 13 und 17 Jahren sind eine entscheidende Phase der Persönlichkeitsentwicklung. In dieser Zeit entwickeln junge Menschen ihre eigene Haltung, setzen sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinander und lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen
und einzuordnen.
Gleichzeitig stehen sie heute vor besonderen Herausforderungen. Digitale Medien, soziale Netzwerke und eine stetig wachsende Informationsflut prägen ihre Meinungsbildung. Umso wichtiger sind Orte, an denen Jugendliche unterschiedliche Perspektiven kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und ihre eigene Stimme entwickeln können.
„Lesen für alle – Das freie Wort“ richtet sich deshalb gezielt an Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 11. Das Projekt schafft Räume, in denen Literatur zum Ausgangspunkt für Dialog, Kreativität und demokratisches Lernen wird.
Die Projektidee
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Begegnung junger Menschen mit Literatur als Ausgangspunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Die Jugendlichen wählen selbst Texte von zensurerfahrenen Autorinnen und Autoren aus und setzen sich anhand dieser Texte mit Freiheit, Demokratie, Menschenrechten und kultureller Vielfalt auseinander.
Im direkten Austausch mit den Autorinnen und Autoren des PEN- Deutschland, darunter auch mit Exil- und Zensurerfahrung, erleben die Jugendlichen Literatur, Meinungsfreiheit und das freie Wort authentisch und lebensnah. Sie entdecken, dass Texte zum Nachdenken anregen, unterschiedliche Sichtweisen eröffnen und den Dialog fördern können.
In Workshops, Schreibwerkstätten, theaterpädagogischen Angeboten und Radioformaten setzen sich die Jugendlichen kreativ mit den gelesenen Texten auseinander. Sie lesen kritisch, diskutieren miteinander, und entwickeln aus den gewonnenen Eindrücken eigene Gedanken und kreative Beiträge. Dabei können sie ihre eigene Ausdrucksform wählen, z.B. Text, Film, Theater oder Audio
So verbindet „Lesen für alle – Das freie Wort“ Leseförderung, kulturelle Bildung und Demokratiebildung zu einem innovativen Modellprojekt. Es ermutigt Jugendliche, ihre eigene Stimme zu entdecken, Verantwortung für ihre Worte zu übernehmen und sich respektvoll und selbstbewusst am gesellschaftlichen Dialog zu beteiligen.
Das Besondere
„Lesen für alle – Das freie Wort“ verbindet die Begegnung mit Literatur, den direkten Austausch mit Autorinnen und Autoren sowie kreatives Schreiben, Theater und Radio zu einem ganzheitlichen Bildungsprojekt.
Die Jugendlichen setzen sich nicht nur mit Literatur auseinander, sie werden selbst kreativ, entwickeln eigene Texte und finden ihren eigenen Weg des Ausdrucks. Ob durch eigene Texte, eine Lesung, Theater, einen Radiobeitrag oder andere kreative Formen. Das Projekt eröffnet
vielfältige Möglichkeiten, Gedanken, Ideen und Haltungen sichtbar und hörbar zu machen.
Die wissenschaftliche Begleitung dokumentiert und begleitet diesen Prozess. So entstehen Erkenntnisse darüber, wie kulturelle Bildung und Demokratiebildung junge Menschen darin stärken können, ihre eigene Stimme zu finden, verantwortungsbewusst zu nutzen und sich aktiv
am gesellschaftlichen Dialog zu beteiligen.
Unsere Ziele
- Förderung der Lese-, Sprach- und Schreibkompetenz
- Freude am Lesen und kreativen Schreiben wecken
- Eigene Stimme finden und verantwortungsvoll nutzen
- Kritisches Denken und demokratische Handlungskompetenz stärken
- Kreativität, Selbstvertrauen und Medienkompetenz fördern
- Förderung von Perspektivenwechsel sowie von Empathie und Toleranz
- Meinungsfreiheit, Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe erlebbar machen
- Begegnungen mit Autorinnen und Autoren ermöglichen
- Brücken zwischen Schule, Literatur und Kultur schaffen
- Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein stärken
Projektbausteine
Lesen ist ein Fundament unserer Kommunikation – Literatur eröffnet Räume für Dialog, Kreativität und demokratische Teilhabe
1. EINFÜHRUNG: MEINUNGSFREIHEIT
- Was bedeutet Meinungsfreiheit?
- Rechte und Verantwortung
- Beispiele und Diskussion
- Sensibilisierung und gemeinsame Vereinbarungen
2. BEGEGNUNG & DIALOG
- Lesungen und Gespräche mit Autor:innen
- Austausch auf Augenhöhe
- Fragen stellen, Perspektiven wechseln
- Verständnis fördern
WER?
Autor:innen des PEN-Deutschland und weitere Autor:innen, Künstler:innen, Expert:innen und Referent:innen.
3. GEDANKEN ENTWICKELN
- Lesen, zuhören, nachdenken
- Diskutieren, reflektieren, eigene Meinungen bilden
- Themen vertiefen und verknüpfen
4. KREATIVE AUSDRUCKSFORMEN – WORKSHOPS
- Professionell angeleitete Workshops
- Ideen entwickeln, ausprobieren, gemeinsam gestalten
- Stärkung von Kreativität und Teamgeist
Mögliche Ausdrucksformen:
Schreiben, Theater, Radio, Malerei, Foto, Film, Tanz, Musik und vieles mehr …
5. PRÄSENTATION & ÖFFENTLICHKEIT
- Präsentation der Ergebnisse in der Schule und bei öffentlichen Veranstaltungen
- Lesungen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Radiosendungen und Podcasts
- Sichtbarkeit schaffen – Wertschätzung erfahren
ZIELE
- Teilnahme freiwillig in einem geschützten Raum.
- Vielfalt, Respekt und Freiwilligkeit stehen im Mittelpunkt.
- Junge Menschen finden ihre eigene Stimme, nutzen sie verantwortungsvoll und gestalten unsere Gesellschaft aktiv mit.
Von der Recherche zur eigenen Stimme
Die Jugendlichen recherchieren zu einer selbst gewählten zensierten literarischen Stimme und entwickeln daraus eigene kreative Beiträge.
Daniela Wagner
Schirmpatin des Projekts „Lesen für alle – Das freie Wort“

Ehemalige Bundestagsabgeordnete · Ehemalige Landtagsabgeordnete Hessen · Stadträtin a. D. der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Wir freuen uns sehr, dass Daniela Wagner unser Projekt als Schirmpatin begleitet. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Engagement für Demokratie, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe unterstützt sie die Ziele von „Lesen für alle – Das freie Wort“ auf besondere Weise. Ihr Grußwort bringt zum Ausdruck, warum Literatur und freie Meinungsbildung gerade für junge Menschen von so großer Bedeutung sind.
Grußwort der Schirmpatin
Sowohl beruflich als auch als Mutter und Großmutter haben mich Themen wie Lesen, Schreiben, Textverständnis und der Wandel der Lesekultur über viele Jahrzente begleitet – bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Insofern musste ich nicht lange nachdenken, als der Verein Lesen und Kultur für alle e.V. mich fragte, ob ich die Schirmpatenschaft für das Projekt übernehmen würde.
„Lesen für alle – Das freie Wort“
Denn hier geht es auch um die Wertschätzung von Demokratie. Mit der Heranführung von Schülerinnen und Schülern an bedrängte, bedrohte und in ihrer literarischen Freiheit eingeschränkte Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie an Exilliteratur kann der Wert von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vor Augen geführt und erlebbar gemacht werden.
Die Idee, Autorinnen und Autoren in Schulen zu holen, um Kindern und Jugendlichen den Wert dessen, was sie täglich erleben und erlernen, zu verdeutlichen sowie Literatur, Lesefreude und Neugier auf die Situation von Schriftstellerinnen, Schriftstellern und Kunstschaffenden in weniger freien Ländern nahezubringen, weitet den Blick auf die Welt und fördert das eigene Nachdenken – ganz im Gegensatz zu TikTok und Co.
Gerade in einer Zeit, in der Demokratien weltweit bedroht sind mit allen Folgen -auch- für Literatur, Kunst und Kultur, wo Autokraten immer übergriffiger und freiheitsbedrohender agieren, kann das frühe Erlernen der Wertschätzung demokratischer Lebens- und Lernbedingungen einen wirksamen Schutz davor bedeuten, autoritären Verheißungen aufzusitzen.
Dass sich der Verein Lesen und Kultur für alle e.V. dieser wichtigen Zielsetzung widmet, verdient große Anerkennung und jede Unterstützung.
gez. Daniela Wagner
Wissenschaftliche Begleitung
„Lesen für alle – Das freie Wort“ wird von Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik (ISASP) des Fachbereichs Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt wissenschaftlich begleitet.
Dabei geht es nicht darum, Leistungen zu bewerten oder Jugendliche zu beurteilen. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage, welche Wirkung Literatur, Begegnung und kreatives Arbeiten auf junge Menschen entfalten können.
Gemeinsam möchten wir herausfinden, wie das Projekt Jugendliche dabei unterstützt:
- Freude am Lesen und an Sprache zu entwickeln,
- ihre eigene Stimme zu finden und verantwortungsvoll zu nutzen,
- unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und demokratische Werte zu erleben,
- sowie ihre Gedanken kreativ zum Ausdruck zu bringen.
Die wissenschaftliche Begleitung versteht sich als gemeinsamer Lernprozess. Sie dokumentiert Erfahrungen, macht Entwicklungen sichtbar und hilft dabei, das Projekt kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Die Evaluation wird in enger Zusammenarbeit mit dem ISASP entwickelt. Dabei kommen sowohl qualitative als auch quantitative wissenschaftlich anerkannte Erhebungsmethoden zum Einsatz. So können persönliche Entwicklungen der Jugendlichen nachvollziehbar erfasst werden.
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Projekts ein. Gleichzeitig sollen sie dazu beitragen, neue Impulse für die kulturelle Bildung und Demokratiebildung zu geben und auch anderen Schulen und Bildungseinrichtungen als Orientierung dienen.
Gemeinsam mehr erreichen – Unsere Kooperationspartner
Starke Partner für starke Stimmen.
„Lesen für alle – Das freie Wort“ lebt von der Zusammenarbeit engagierter Partner aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Medien. Jeder Partner bringt seine besondere Kompetenz ein und trägt dazu bei, jungen Menschen vielfältige Zugänge zu Literatur, Demokratie und kultureller Teilhabe zu eröffnen. Gemeinsam schaffen wir ein Netzwerk, das Lernen, Begegnung und kreatives Arbeiten miteinander verbindet.
Gemeinsam schaffen wir Räume, in denen junge Menschen lesen, denken, gestalten und ihre eigene Stimme entwickeln können.
Wissenschaftliche Partner
Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik (ISASP) (Fachbereich Soziale Arbeit/Hochschule Darmstadt)
Das Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik (ISASP) des Fachbereichs Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt begleitet das Projekt wissenschaftlich und unterstützt uns dabei, seine Wirkung sichtbar zu machen und das Modellprojekt kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Literarische Partner
PEN- Deutschland
Autorinnen und Autoren gestalten Lesungen, Workshops und persönliche Begegnungen mit den Jugendlichen. Ergänzend bereichern weitere Autorinnen und Autoren sowie Kulturschaffende das Projekt mit ihren unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen.
Schulische Partner
Erich Kästner-Schule (IGS Darmstadt) – Kulturschule Hessen
Als Kulturschule verfügt sie über besondere Erfahrungen im Bereich der kulturellen Bildung und kreativen Projektarbeit. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, Literatur und Kunst aktiv zu erleben und mitzugestalten.
Lichtenbergschule Darmstadt – Europaschule Hessen
Als Europaschule fördert sie demokratische Bildung, interkulturellen Austausch und gesellschaftliche Verantwortung. Sie schafft einen Lernraum, in dem europäische Werte und gelebte Demokratie selbstverständlich zum Schulalltag gehören.
Medienpartner
Radio Darmstadt
Begleitung des Projekts durch Radioformate, Podcasts und mediale Beiträge. Jugendliche erhalten die Möglichkeit, eigene Themen journalistisch aufzubereiten und öffentlich zu präsentieren.
Partner aus Kultur und Gesellschaft
Schader-Stiftung
Die Schader-Stiftung eröffnet Räume für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und unterstützt den Austausch zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen.
Verlagspartner
Verlag Edition Maya
Begleitung der Veröffentlichung ausgewählter Texte und Projektergebnisse sowie Unterstützung bei der nachhaltigen Sichtbarkeit des Projekts.
Unsere Förderer
Die Entwicklung und Umsetzung von „Lesen für alle – Das freie Wort“ wird von engagierten Förderern ermöglicht, die unsere Idee von Anfang an unterstützen:
Sparkasse Darmstadt
ENTEGA -Stiftung
Wirkung und Nachhaltigkeit
Nachhaltige Wirkung über das Projekt hinaus
„Lesen für alle – Das freie Wort“ ist als Modellprojekt angelegt. Ziel ist es, Erfahrungen zu gewinnen, die weit über die Laufzeit des Projekts hinauswirken und auch anderen Schulen und Bildungseinrichtungen zugutekommen können.
Das Projekt stärkt Jugendliche in ihrer Lese- und Sprachkompetenz, fördert demokratische Handlungskompetenz und eröffnet neue Zugänge zu Literatur und kultureller Bildung.
Durch die wissenschaftliche Begleitung werden die Erfahrungen dokumentiert und ausgewertet.
Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Projekts ein und bilden zugleich eine Grundlage für den Transfer in weitere Schulen und Bildungseinrichtungen.
Mit der Veröffentlichung einer Anthologie sowie öffentlichen Präsentationen werden die Stimmen der Jugendlichen sichtbar gemacht und nachhaltig in den gesellschaftlichen Dialog eingebracht.
Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer lebendigen Demokratie, in der Lesen, kulturelle Bildung und Meinungsfreiheit eng miteinander verbunden sind.
Fragen?
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen und stehen Ihnen für Fragen, weiterführende Informationen oder ein persönliches Gespräch jederzeit gerne zur Verfügung.
Lesen und Kultur für alle e. V.
Felicitas Göbel
1. Vorsitzende
Telefon: 0176 415 961 39
